Bilder aus Kanada und Projektvorstellung „Kompass Kellion“

Wir laden Sie und Euch ein, liebe Pfarreiangehörige, sich über unser Projekt in Kanada zu informieren, ihre Fragen zu stellen und vielleicht sogar mit uns diesen Traum zu träumen. Ich nehme an, dass ich – höchstwahrscheinlich – der letzte Pfarrer von Rüschlikon bin. Ich vermute, dass nach meiner Amtszeit die Pfarrei in einem wie auch immer gestalteten Pastoralverbund eingebunden wird. Unsere katholische Kirche ist immer noch nicht bereit, die Zulassungsbedingungen zum Priestertum zu ändern und eine ernsthafte, längst überfällige Strukturreform zu wagen. Darum arbeite ich schon seit Jahren daran, die Pfarrei vor Ort zu stärken, den Pfarreirat und die Pfarreimitglieder zu ermutigen, sich einzubringen und das Pfarreileben zu gestalten, damit wir selbst unsere Geschicke in die Hand nehmen können. In diese langfristige Strategie ist auch unser Kanada Projekt eingebunden: über die Pensionierung hinaus können wir (nach Bedarf) auch hier eingebunden sein und mit einem Teilzeitpensum die Bedürfnisse der Pfarrei abdecken und den Prozess weiter begleiten, der zu einer eigenständigen, sich selbst tragenden und leitenden Pfarrei führt. Ich hoffe noch zu erleben, wie wahre Reformen (nicht nur alibi-übungen, wie so oft) die Kirche  zu einer noch lebendigeren und noch schwungvolleren Gemeinschaft umgestalten und dann kann ich im Frieden scheiden J.

Wir möchten an diesem Abend aufzeigen, dass die Pfarrei keine Angst vor dem Projekt zu haben braucht, dass die Idee zukunftsweisend ist und wir gemeinsam grosses bewegen können. Wir möchten auch auf die Probleme hinweisen und Eure Fragen beantworten. Nur gemeinsam können wir das Projekt stemmen, und da ist kein Platz für Ängste und Mutmassungen, darum wollen wir klar kommunizieren.

Es wird nicht eine Bilderreise durch Kanada, sondern mit Bildern aus unserer Gegend und von unserem Land bebilderte Projektvorstellung sein. Wenn jemand nur schöne Bilder aus Kanada erwartet, wird er/sie enttäuscht sein und sollte besser zu Hause bleiben, wenn jemand mit uns die Zukunft mitgestalten und mit uns gemeinsam nicht nur träumen, sondern handeln will, dann kann das der Beginn einer grossen Idee werden, die konkrete Gestalt annimmt.

Wie bei allen guten Anlässen, können wir nachher gemeinsam ein Glas Wein geniessen und reden. Herzlich willkommen!

Margrit Hafner und Josip Knežević