

Weg durch den Advent
Wir gehen viele Wege… und nun sind wir im Advent angekommen 😊, sind nun auf dem Weg durch den Advent.
Ein besonderes Angebot für diesen Weg stellen die Stationen des Weges durch den Advent, die in unserer Kirche unübersehbar sind: im Foyer unten, im Foyer oben, in der Kirche selbst.
Beatrice Bürgi hat die Figuren, die nach und nach aufgestellt werden, selbst mit viel Feingefühl und künstlerischen Geschick als «Original Schwarzenberger Krippenfiguren» gemacht, und ihr Mann Giorgio hat sie richtig in die Szene und in die damalige Zeit gesetzt: mit viel Liebe zu Detail sind alle Szenen im richtigen Massstab präsentiert! Mich hat besonders die Werkstatt von Josef begeistert, aber auch alle anderen Szenen sind so interessant, dass man gerne davor verweilt, versunken in die vielen Details und im stillen Austausch mit den Figuren, die – auch ohne Gesichtszüge oder gerade deshalb – sehr viel ausdrücken!
Möge dieser besondere Weg durch den Advent dazu beitragen, dass die gehetzten Menschen in Rüschlikon zur Ruhe kommen, den Weg gehen, einzelne Stationen betrachten und spüren, wie die Freude aufsteigt im Herzen, denn am Ende des Weges steht nicht ein Schild «ZIEL» und ein Band, sondern die Krippe, mit dem Menschgewordenen Gott darin!
Auf, machen wir uns auf den Weg durch den Advent, den Weg zur Krippe!

Stationen im Untergeschoss
Jesaja

Prophet Jesaja wirkte in den Jahren 740 bis 701 vor Christus. Seine Prophezeiung, dass eine junge Frau ein Kind empfangen und ihn Immanuel (Gott mit uns) nennen wird, wurde im Weihnachtsgeschehen erfüllt! Gott will nicht fern ab von den Menschen «im Himmel» sein, sondern einer von uns, Gott mit uns, Immanuel! Gott ist immer noch mit uns, an unserer Seite!

Stationen im Erdgeschoss
Engel

Engel sind Boten zwischen den Welten und Überbringer der göttlichen Botschaft. Der Engel Gabriel (Gott ist meine Stärke) verkündet Maria den Plan Gottes, zu dem Maria ihr Ja sagt! «Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort!» Heute sind wir als Christen gefordert, Gottes Plan zu erkennen und unser Ja zu sagen!
Eingang: Mariä Verkündigung

Gott ist kein Zauberer und kein Gewaltherrscher! Gott wartet auf das Ja der Menschen, damals von Maria, heute von Dir und mir!
Vor dem Fenster: der Traum Josefs

Manchmal spricht Gott zu uns durch die Ebene des Unbewussten, wie beim Josef im Traum. Träume sind keine Schäume, sondern – neben der Verarbeitung des bewusst Erlebten – auch eine Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse für das eigene Leben zu gewinnen! Träume wollen uns manchmal etwas Wichtiges sagen!
Maria und Elisabeth

Zwei Frauen, die Gott besonders nahe erlebt haben, treffen sich! Beide erkennen die Bedeutung dieses Augenblickes. Auch wir begegnen manchmal Menschen, die etwas Besonderes in ihrem Herzen tragen, spüren, dass diese Menschen uns faszinieren und be-geistern. Achtsamkeit in den Begegnungen ermöglicht uns, solche Menschen zu spüren.

Stationen in der Kirche
Wand zur Sakristei: Maria und Josef auf der Herbergssuche

Wenn man sich auf Gott einlässt, läuft nicht immer alles nur einfach und gut. Da gibt es Aufs und Abs, die uns fordern, aber auch zeigen, was wir können! Und wenn es trotzdem nicht gut geht (sie hatten keinen Platz in der Herberge) findet sich eine andere Lösung (der Stall). Allen Widrigkeiten zum Trotz gelingt der Plan Gottes!
Fensternische hinter dem Taufstein: Hirten

Einfache Menschen bei ihrer alltäglichen Arbeit sind so unspektakulär, dass niemand auf die Idee kommt, sie wären wichtig! Aber sie waren die ersten, die das Jesuskind gefunden und besucht haben! Im Alltag und im Alltäglichen achtsam sein, die Zeichen der Zeit erkennen, darauf kommt es an!
Auf dem Beichtstuhl: Könige

Die Weisen aus dem Orient haben den Stern entdeckt und sich auf den Weg gemacht! Nicht in der eigenen Komfortzone bleiben, sondern offen und bereit, immer neu aufzubrechen!
Vor dem Altar: Krippe mit allen

Ein Wunder der Geschichte das ganz unspektakulär daher kommt: Gott wird Mensch, aber nur wenige Menschen nehmen es wahr! Damals die Hirten und die Könige, heute diejenigen, die offen bleiben und sich auf den Weg machen.
Am 5 Januar kommen auch die Könige an!

Auch eine lange und beschwerliche Reise endet! Die Weisen haben das Kind, den neuen König der Juden, gefunden und ihm die Ehre erwiesen! In einem kleinen Kind, das in einem Stall geboren wurde! Offen sein für das Unerwartete!