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Kehre um und glaube an das Evangelium!

Liebe Mitchristen


Mitten in der Fastenzeit und Anfang März (wie im Februar-Newsletter versprochen) melde ich mich wieder mit ein paar Gedanken. Es geht mir langsam besser, mein Körper erholt sich langsam und ich spüre die vielen Gebete und die guten Wünsche von so vielen von Euch und Ihnen, die mich in dieser Zeit begleiten und stärken. Danke.


Ehrlich gesagt, habe ich es mir einfacher vorgestellt: ich gebe Euch ab in gute Hände von unserem Team und Pater Thomas, ich kümmere mich um mich und meine Genesung und alles kommt gut! Aber ich vermisse euch! Ich vermisse die Gottesdienste, die Begegnungen, die Gespräche… Dann sage ich mir immer wieder: es kommt wieder! Es kommt bald! Auch dieser Spuk geht einmal vorbei. Und es sind auch konkrete Daten bekannt: der Spitaleintritt ist am 01. April (kein Scherz 😊), die OP am 02. April. Also werde ich Ostern in der Klinik Hirslanden verbringen. Auch etwas speziell! Nun denn, es ist so wie es ist und es gibt keine Alternative. Nach dem Spitalaufenthalt (8-10 Tage) werde ich in eine zweiwöchige Rehabilitation gehen. 6 Wochen nach der ersten OP ist eine zweite, kleinere. Irgendwo in dieser Zeit ist noch eine Immuntherapie und dann sollte ich fertig sein mit dieser unerfreulichen, aber intensiven Erfahrung, ein Krebskranker zu sein. Bis dahin gibt es einiges zu überstehen und ich brauche weiterhin Eure/Ihre Gebete und Unterstützung. Es kommt gut, da bin ich mir jetzt schon sicher! Mit euren Gebeten sowieso 😊


Was ich aber mit Euch teilen möchte in diesem Newsletter sind nicht nur die Infos über das weitere Vorgehen, sondern auch ein Gedanke, der die Fastenzeit betrifft: Umkehr und Glaube.


Beim Aschenkreuz sagt der Priester (oder der Diakon) diese Worte als Einladung zur Umkehr: «Kehre um und glaube an das Evangelium!» und vielen ist nicht klar, wo sie umkehren sollen. Wir sind doch keine Mörder, keine Diebe oder Verbrecher! So wird diese Einladung früher vergessen, als die Spuren der Asche auf der Stirn verwischt sind und die Fastenzeit geht so vor sich hin, ohne dass Umkehr verwirklicht oder der eigene Glaube angeschaut und hinterfragt wird. Schade! Eine verpasste Chance mehr!


Ich glaube – und die Zeichen der Zeit (Kriege, Angst, Verunsicherung aller Art) geben mir recht – dass wir als Menschheit umkehren sollen: es läuft so vieles falsch und beängstigend, dass viele merken, so kann es nicht mehr lagen gehen. Wir sind als Gesellschaft auf einen Punkt angelangt der zeigt, dass wir die Orientierung verloren haben: es geht um Geld, dem sogar die Gesundheit und die Zukunft geopfert wird, dem die grundlegenden Rechte der Menschen und der Nationen geopfert werden, und das Geld kann uns letztendlich nicht glücklich machen!


Es muss wieder um das Leben gehen, um die Liebe, um die Wahrheit, um den richtigen Weg, nicht den Weg des militärisch stärkeren oder menschlich dreisteren oder rücksichtloseren!


Wir glauben an einen Gott, der die Liebe ist! Wir glauben an Jesus Christus, der gesagt hat, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist! Aber wie wird dieser Glaube gelebt! Deklarativ? Oberflächlich? Oder ist dieser Glaube wirklich das Fundament des Lebens, der Entscheidungen, der Prioritäten? Das ist die richtige Frage für Umkehr, aber die Antwort muss jede und jeder für sich selbst finden!


Wenn wir unsere Pläne, unsere Prioritäten im Lichte des Evangeliums neu anschauen, dann tun wir den richtigen Schritt in die richtige Richtung. Dann sehen wir, ob unsere Pläne und Prioritäten richtig sind oder wir uns etwas vormachen und in die Irre gehen.

Dieser Jesus hat uns vorgelebt, dass es einen richtigen Weg gibt, dass dieser Weg ohne Fanatismus (aber mit Herzblut) gegangen sein kann, aber uns auf diesem Weg viele Kreuze begegnen, dass uns die Freunde verraten oder sich von uns abwenden, dass Verurteilung, Verspottung, ja sogar der Tod auf diesem Weg stehen können, aber dass es auch eine Auferstehung zum wahren Leben gibt! Das ist alles sehr komprimiert in jedem Kreuzweg, in der ganzen Fastenzeit und im anschliessenden Fest der Auferstehung dargestellt! Aber wollen wir die ganze Wahrheit sehen? Auch die Unbequeme? Das ist die Frage, die jede und jeder für sich beantworten muss. Nicht einfach, aber enorm wichtig! Für jede und jeden!

Ich wünsche uns allen einen guten Weg durch die Fastenzeit zum Ostern. Ich wünsche uns, dass wir unser Christ-sein, unseren Glauben, neu entdecken!


Seid gesegnet, bleibt gesund und auf einem guten Weg, Weg mit Gott!


Euer Pfarrer Josip

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